26. Mai 2010 · 15:09
check off
Die super emsig geführte ToDo-Liste ist ein Weg, überhaupt nicht mehr zum Arbeiten zu kommen. Jedes Projekt in einzelne Schritte teilen, genau, und das große Ganze dabei produktiv aus den Augen verlieren. Nach jedem notierten Schritt innehalten, um das Gefühl zu genießen, vorangekommen zu sein, denn nicht abhaken ist der Sinn so einer ToDo-Liste, sondern aufschreiben. Schreibt man es auf, kommt das Abhaken wie von selbst: so plant man das. Planung ist alles. Nach jedem zweiten notierten Schritt sich selber belohnen, also Nachrichten lesen, Bilder gucken, im halben Netz hermquasseln, ganze Artikel in die Datenbank verfrachten und mit Tags versehen, die man im selben Moment vergisst, da sie vergeben werden, analog, also in der ganzen Wohnung herumquasseln - und mal wieder kurz auf die ToDo-Liste gucken: das Mistding wird aber nicht kürzer!
Vielleicht doch zwei Schritte zusammenführen, aus zwei Punkten einen machen und aus dieser Perspektive auf die ToDo-Liste schauen: jetzt sind wir aber arg produktiv. Und immer wieder: alles bedenken, was nötig ist, um zu einem sinnvollen Ergebnis zu kommen, es gibt ToDo-Listenführer, die kommen morgens nicht aus dem Bad, bevor sie Duschen nicht gestrichen haben. Vergessen sie dann, Duschen als neues ToDo einzutragen, kommen sie gar nicht erst hinein.
