„the truth is out there“

Das nun folgende Geschöpf

24. November 2008 • 14:27

Die Interessengemeinschaft Altstadt in Dorsten/NRW wollte eine Nacht der offenen Geschäfte als late-night-shopping veranstalten. Der VDS-Regionalleiter überzeugte die Verantwortlichen, das Motto in Kaufen, Mond und Sterne zu ändern.

Mal wieder die fidelen fighter vom VDS.
Mark Twain hatte dagegen Probleme mit der deutschen Sprache. Eine gescheite Überleitung ist das jetzt nicht, aber trotzdem:

Eine Frau ist zwar im Deutschen infolge eines Versehens des Erfinders der Sprache weiblich; ein Weib jedoch ist es zu seinem Pech nicht. Ein Weib hat hier kein Geschlecht, es ist ein Neutrum; laut Grammatik ist also ein Fisch "er", seine Schuppen "sie", ein Fischweib aber keins von beiden. Ein Weib geschlechtslos zu nennen darf wohl als eine hinter dem Sachverhalt zurückbleibende Beschreibung gelten.
Schlimm genug - aber übergroße Genauigkeit ist sicherlich noch schlimmer. Ein Deutscher nennt einen Bewohner Englands einen "Engländer". Zur Änderung des Geschlechts fügt er ein "-in" an und bezeichnet die weibliche Einwohnerin desselben Landes als "Engländerin". Damit scheint sie ausreichend beschrieben, aber für einen Deutschen ist das noch nicht exakt genug, also stellt er dem Wort den Artikel voran, der anzeigt, dass das nun folgende Geschöpf weiblich ist, und schreibt: "die Engländerin" (was soviel heißt wie "the she-Englishwoman").
Meiner Ansicht nach ist diese Person überbezeichnet.

(Gesammelte Werke Bd 4)

Zufall