“Reality is frequently inaccurate” (Douglas Adams)

7. April 2009 · 17:15

Klappe

Nie um ein Wort verlegen, aber das richtige gerade verlegt. Schlechte Stimmung wird gleich zur Depression, und wer schizophren drauf ist, der ist gewöhnlich nur ein wenig durcheinander. Einer plaudert, dass er seine Freundin zwangsneurotisch mit ihrer Schwester vergleichen muss, das hat ihn auch noch tüchtig paranoid gemacht.

Und ein Stück weit hören wir immer noch Sozialarbeiterdeutsch. Ein Stück weit schauen. Und hören. Und so. Nie weiter, nie darüber hinaus.
Man weiß nicht so genau, was man sagt, redet aber pausenlos. Sehr beliebt ist die einleitende Bekanntgabe, damit es andere nicht vom Hocker haut, wenn man etwas sagt. Man verkündet also, dass man a) gerade am Denken ist: »Ich denke, dass...«, b) gleich, auf der Stelle eine Behauptung aufstellen wird: »Ich behaupte jetzt einfach mal...« oder c) überhaupt spricht: »Ich sag mal ...«
Und dann sagen sie es tatsächlich.
Das läuft bei ihm, sagt er, über die emotionale Schiene. Verstehst? Nein!
Der Lokalpolitiker aber toppt uns doch alle: sie hatten, sagt er, im heimischen Arbeitskreis zwei Monate lang »alle Hände voll zu tun, um zu einer gemeinsamen Sprachfähigkeit zu kommen«. Teufelauch, man merkt es nicht.