13. November 2008 · 14:59
Problemlösungen
Was machen die Leute am Bürorechner, wenn der Bürorechner nicht will?
Einer von 20 verlässt den Arbeitsplatz vorübergehend und hofft, dass sich das Problem bei seiner Rückkehr von selbst gelöst hat.
Am heimischen Arbeitsplatz ist es manchmal so, dass der Computer Probleme bekommt, während man ihn allein gelassen hat. Abends noch mal den Fernseher eingeschaltet und zwar gerade in jenem Moment, als Herr Plasberg im Ersten wieder ein Knöpfchen drückte, diese Manie ist ihm scheints nicht auszutreiben. Im Nebenzimmer dann festgestellt, dass der Computer, eigentlich im sogenannten Schlafmodus, die Einsamkeit nicht ausgehalten hat und nun, ziemlich wach, aber unzugänglich, mit randalierendem Lüfter da stand.
Nun schrieb mal jemand, der sich damit auskennt (aber wer, lässt sich leider nicht mehr belegen), dass die Hemmschwelle sinke, könnte man denn mit der Maschine reden wie mit einem Menschen.
Nö, wird sich da der Computer gesagt haben, so nicht. Möglicherweise griff er gerade auf eine Luhmann-Datei zu: »Kommunikation ist unwahrscheinlich.«
Und griff zu und griff zu - oder es war alles ganz anders, denn ein etwas rabiateres Vorgehen brachte dann wenigstens mal den Bildschirminhalt zu Tage, und siehe: der Computer versuchte sich als Mensch.
Donnerwetter. Nur: wie ist das zu deuten? Ignorierte Probleme zurückzusetzen, bedeutet das letztlich, dass sie verschwinden? Oder kehren sie mit voller Wucht zurück? Wenn ja (und wenn nein): welche überhaupt? Und wer möchte abends, Herr Plasberg hatte keine Knöpfchen mehr und die Tagesthemen fingen an, mit einer Maschine so etwas überhaupt verhandeln?
Der Computer erwies sich dann aber doch als grundgütiger Kommunikationspartner. Einfach mal gedrückt (diesen Knopf, nicht ihn), präsentierte er den Hinweis aller Hinweise:
Und auch der Lüfter stand still.
