amtsmüde

Satzzeichen

1. April 2009 · 11:14

Achten Sie auf die Kommasetzung, denn ein Komma ändert alles:
Der Mann sagte, die Frau kann nicht kochen.
Der Mann, sagte die Frau, kann nicht kochen.
Jetzt sprechen wir das.

Ich liebe ja das Semikolon; den sogenannten Strichpunkt, der eigentlich ein Kommapunkt ist. Das Semikolon verleiht einem Satz Würde, es verlangt einen anderen Atem, selbst beim stillen Lesen. Autoren, die das Semikolon verwenden, haben mich gleich auf ihrer Seite. Man wollte mir das Semikolon schon austreiben mit den Worten, daraus könnte man zwei Sätze machen, ordentlich mit Punkt und so, nur wären diese beiden Sätze nicht mehr dasselbe gewesen wie der eine Satz mit Semikolon. Es verlangt Innehalten, wenigstens einen Moment lang, ohne dass der Faden reißt.

Immer wieder reißt er mir bei diesen LAT-Worten, »achten Sie bitte auf die Getrennt- und Zusammenschreibung!«
Was kriegen wir von der Duden-Redaktion? Ein lebensnahes Beispiel:
»Sie will im Leben vorwärtskommen« – aber!
»Hier darf sie nicht rückwärts einparken.«