amtsmüde

So ein Tag

20. Februar 2009 · 11:50

Herr Weber hat sich eine rote Nase aufgesetzt und treibt ein heiteres Spiel mit Frau Metzger, die nach eigener Aussage lange zu grübeln hatte, ob sie als Göttin des Mondes gehen soll oder als Königin der Nacht. Sie konzentriert sich aber in der Hauptsache auf den Kellner Helmut, der liebe Gott weiß, dass ich kein Engel bin +++ Herrn Webers Gattin, Frau Weber, hat zwei Federn im Haar, kommt aber nicht in Stimmung +++ Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel +++ Amüsier dich! brüllt Herr Weber (Rosenmontag geht er als Pirat), denn alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei +++ Frau Metzger ist nun als Frau Luna gekommen, weil die alleinstehende Frau Riemschneider nämlich auch als Königin der Nacht +++ Der schönste Platz ist immer an der Theke +++ Herr Dr. Sauermann sitzt als Froschkönig an der Bar, hat fünf Luftschlangen um den Nacken geschlungen und ruft Küss mich in Richtung der alleinstehenden Frau Riemschneider, denn der Wein muss alt und jung das Mädel sein +++ Frau Riemschneider hat es aber auch mit dem Kellner Helmut, ist es wahre Liebe, die nie mehr vergeht? Oder wird die Liebe vom Winde verweht? +++ Herr Weber schunkelt nun quietschvergnügt (und quicklebendig) alleine vor sich hin, derweil Frau Weber, ihrerseits Herrn Metzger schubsend, die Sängerin, die aus den Boxen dröhnt, mit einem zarten Alt begleitet, so ein Tag +++ Der Kellner Helmut (er geht als Kellner Helmut) bringt Reben- und Gerstensaft, hat Konfetti im Haar und der ganze Saal dasselbe noch einmal +++ Die alleinstehende Frau Riemschneider trägt ja ein ganz apartes Königinnengewand, heute blau, morgen blau, übermorgen wieder +++ Herr Dr. Sauermann ist mit Schweißperlen dekoriert, klatscht heiter in die Hände und begehrt mit kippender Stimme die streichelnde Hand der alleinstehenden Frau Riemschneider, denn die Frau Weber verträgt ja nix +++ Wer soll das bezahlen? Tusch.

Einmal am Rhein!
Wo Karneval nicht Fasching heißt, ist Karneval viel schöner.